Solo Reisen. Da ist man doch immer nur einsam, es ist lang­weilig und super gefähr­lich. Doch stimmt es wirklich, was häufig behauptet wird?

Meine erste Reise, die ich komplett alleine geplant und durch­ge­zogen habe, ging Anfang 2017 nach Kapstadt, Südafrika. Erstmals war ich für 2 Wochen richtig weit von zu Hause weg. Eine Entschei­dung, die heute betrachtet, genau die Richtige war. Meine 4 Gründe für Solo Reisen!


#1 Alleine reisen: Das machen, worauf du Bock hast!

Frei sein. Wie ein Vogel – nur ohne Flügel. Es fängt schon mit der Tages­pla­nung an, die zu 100% in deiner Hand liegt: Du willst Pizza essen? Geh Pizza essen! Du willst diesen einen Berg besteigen? Mach doch! Wer hält dich auf? Die Unab­hän­gig­keit ist meiner Meinung nach der größte Vorteil beim Solo Reisen – und zwar mit Abstand! Die Flexi­bi­lität, sich nach nichts richten zu müssen, ist wirklich unbe­zahlbar.


#2 Einsam­keit auf Solo Reisen: Wer alleine reist, ist nie alleine!

Warum? Nun, die Meisten, die das Wort „Solo Reisen“ hören, denken sich nur: Warum zur Hölle machst du das? Ist doch stink­lang­weilig und depri­mie­rend, alleine unterwegs zu sein. Nein, denn die Realität sieht anders aus – außer du setzt dich wirklich mit der Kapuze auf dem Kopf in den Keller. Die Hostels sind voll mit Allein­rei­senden.

Jeder ist auf der Suche nach neuen Bekannt­schaften aus aller Welt. Du bist nie alleine, wirklich nicht. Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen und sagen, dass man genau dann eher auf neue Menschen zugeht.


#3 Solo Reisen für das Selbst­be­wusst­sein: Hilft ungemein!

Das Solo Reisen hat mich um einiges selbst­be­wusster gemacht. Ich kann jedem, der schüch­tern und zurück­hal­tend ist, empfehlen, diese Erfahrung auch zu machen! Ich finde es mitt­ler­weile extrem wichtig, die Komfort­zone zu verlassen und Dinge zu tun, die man noch nie zuvor gemacht hat.

Es sind schon so viele, unvor­her­seh­bare Ereig­nisse auf meinen Reisen passiert: In Puno, Peru stand ich mal fast ohne Unter­kunft da, als mich der Busfahrer am stock­dunklen, leer­ge­fegten Plaza de Armas abgesetzt hat. Nach 3 Anläufen und einer halben Ewigkeit hatte ich dann endlich ein Dach über dem Kopf.

In Austra­lien habe ich 3mal meinen Job verloren. Sehr unglück­lich – aber hey, das Leben geht weiter! Und der schönste Moment ist doch immer noch der, nach einer aufre­genden Reise zurück zu kommen, all die tollen Erleb­nisse Revue passieren zu lassen und sich am Ende ganz stolz zu fragen: Wow – habe ich das wirklich gemacht?


#4 Weiterer Grund für Solo und Single Reisen: Selbst­fin­dung!

Viele Menschen wissen nicht, was für sie der Sinn des Lebens ist. Bei mir war das ähnlich. Gerade die Ausbil­dung abge­schlossen – und dann? 40 Jahre 9 to 5? Ich sage nicht, dass dieser Weg prin­zi­piell falsch ist oder gar unglück­lich macht. Nur für mich war klar: Ich brauche was Neues.

Seitdem ich reise haben sich nie dage­we­sene Türen geöffnet. Ich habe das Schreiben für mich entdeckt und mir meine erste Kamera* gekauft, um das Foto­gra­fieren zu lernen. Beim Schnor­cheln in Austra­lien gemerkt, wie sehr mich die Unter­was­ser­welt faszi­niert. Und ich glaube es selbst kaum: Ich habe ange­fangen, Bücher zu lesen.

Solo Reisen eignen sich hervor­ra­gend, um sich selbst besser kennen­zu­lernen, neue Fähig­keiten zu erlernen, Hobbys zu finden und um tolle Bekannt­schaften zu machen.

Schluss­wort: Lass dir von keinem einreden, es sei gefähr­lich, lang­weilig oder einsam, alleine zu reisen. Mach die Erfahrung selbst. In diesem Sinne: Gute Reise!

Wie stehst du zum Thema Solo Reisen? Warst du schonmal alleine unterwegs? Schreib‘ gerne einen Kommentar!


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