Alles, was du wissen musst, wenn du einen Roller auf Bali mieten willst. Meine Tipps, Empfeh­lungen und wie es mit dem Thema Sicher­heit aussieht!

Du hast Angst oder irgend­welche Zweifel daran, dir einen Roller auf Bali zu mieten? Dann kann ich dich auf jeden Fall beruhigen: Es ist halb so wild, wie es auf den ersten Blick viel­leicht aussehen mag. Auch für mich war das Thema „Roller mieten auf Bali“ zunächst absolutes Neuland.

Damit dir der Einsteig ein bisschen leichter fällt, möchte ich dir in diesem Blog­ar­tikel ein paar Tipps sowie meine Erfah­rungen zum Roller­fahren auf Bali mit den auf den Weg geben. Aber eins schonmal vorweg: Es gibt nichts schöneres, als Bali mit dem Roller zu entdecken! Lies unbedingt weiter, um mehr zu erfahren!


Roller mieten auf Bali: Wo und wie kann ich einen Roller mieten?

Wo bekomme ich überhaupt einen Roller her?

Besonders in Ubud, Canggu oder Amed findest du fast an jeder Ecke einen Roller. Meistens stehen die Verkäufer direkt an der Straße und rufen dir ein „Motorbike, Motorbike!“ hinterher. Alter­nativ kannst du dich auch einfach durch­fragen. Die meisten Unter­künfte, AirBNB’s oder Hotels haben entweder eigene Roller, die sie vermieten oder Connec­tions zu den Locals. Einen passenden Roller auf Bali zu finden ist also überhaupt kein Problem und total easy.


Welchen Roller soll ich mieten?

Als „normaler Besucher“ kommst du in 99% der Fälle nur mit Automatik-Rollern in Kontakt, es sei denn, du suchst speziell nach einem Roller mit einer manuellen Schaltung. Ein Automatik-Roller ist die „einfachste Variante“, du musst nichts weiter tun als Gas zu geben und die Bremse zu betätigen. Manuelle Roller eignen sich besonders in Serpen­tinen oder an steilen Hängen.

Auf Bali kannst du neben Rollern übrigens auch „richtige“ Motor­räder oder Motorcross-Maschinen mieten.


Was kostet ein Roller auf Bali?

Die Preise variieren je nach Region und Insel bzw. deren aktueller Saison (Haupt- oder Neben­rei­se­zeit) und hängen zudem ein wenig von deinem Verhand­lungs­ge­schick ab. In Ubud kostet ein Roller etwa 50.000 – 60.000 IDR pro Tag, das entspricht Stand Mai 2019 ungefähr 3,10 Euro. Auf Nusa Penida oder Nusa Lembongan liegen die Preise für einen Roller mit etwa 70.000 – 80.000 IDR pro Tag (ca. 4,30 Euro) ein bisschen höher.

Generell kann ich da aber nur grobe Richt­werte nennen. Fakt ist jedoch, dass du besonders dann richtig Geld sparen kannst, wenn du dich für eine Lang­zeit­miete entschei­dest. Da kann es schonmal vorkommen, dass du für einen ganzen Monat zwar auf einen Schlag 600.000 – 700.000 IDR hinlegen musst, der Tag dann aber herun­ter­ge­rechnet nur noch 1,30 Euro oder gar noch weniger kostet.


Auf was sollte ich bei der Entge­gen­nahme achten?

Die meisten Vermieter bieten dir eine kosten­lose Probe­fahrt an, was in anderen Worte so viel wie „Die Straße hoch und wieder runter“ bedeutet. Diese kurze Testfahrt würde ich auf jeden Fall in Anspruch nehmen, einfach aus Sicher­heits­gründen und sogar dann, wenn der Vermieter super­sym­pa­thisch zu sein scheint.

Hier ein paar wichtige Punkte, auf die du in jedem Fall und bei jeder Anmietung achten solltest:

  • Teste die Front- und Heck­bremse deines Rollers
  • Prüfe das Reifen­profil und den Luftdruck
  • Bewegt sich die Geschwin­dig­keits­nadel beim Fahren?
  • Überprüfe alle Lichter auf Funktion
  • Lass dir zeigen, wo sich am Roller die Zulas­sungs­pa­piere befinden (Unwis­sen­heit kann im Falle einer Poli­zei­kon­trolle zu einer Strafe führen, selbst wenn du die Papiere dann doch irgendwo findest)
  • Mache ein paar Fotos vom Roller bei der Entge­gen­nahme, um auf der sicheren Seite zu sein
  • Ganz wichtig: Lass dir einen Helm geben. Auch wenn viele immer behaupten, dass die Helme auf Bali schlecht und daher sowieso nutzlos sind: Ein Helm ist immer noch besser als kein Helm!
  • Notiere dir die Kontakt­daten des Vermie­ters für den Fall, dass du mit dem Roller Probleme hast

Reicht der Inter­na­tio­nale Führer­schein?

Das ist eine kleine Grauzone. Ja, prin­zi­piell reicht der Inter­na­tio­nale Führer­schein und dann natürlich auch nur, wenn du den Natio­nalen Führer­schein (also beide) dabei hast. Das Problem ist eher folgendes: Der Nationale Auto­füh­rer­schein (Klasse B) lässt in Europa zwar die Nutzung von Rollern und Motor­rä­dern bis max. 50ccm zu, die Regelung kann aber NICHT auf Indo­ne­sien über­tragen werden.

Theo­re­tisch und ganz offiziell bräuchte man also einen Führer­schein der Klasse A (A1), der das Fahren von Motor­rä­dern und Rollern generell erlaubt. Die Realität sieht aber eher so aus, dass es auf Bali bzw. in Indo­ne­sien / Asien sowieso nur Roller ab 110cm aufwärts gibt und es keinen Vermieter inter­es­siert, welchen Führer­schein du hast.

Es kann also im schlimmsten Fall passieren, dass dich die Polizei anhält und du zu einer Bußgeld­zah­lung aufge­for­dert wirst. Die beträgt in der Regel aber nicht mehr als 100.000 IDR (was Stand Mai 2019 etwa 6,17 Euro entspricht).


Gibt es eine Versi­che­rung?

Die meisten Vermieter bieten KEINE Versi­che­rung an. Das bedeutet, dass du im Falle eines Unfalls den entstan­denen Schaden selbst bezahlen musst. Klingt total schlimm, ist es aber eigent­lich nicht, weil die meisten Roller auf Bali in einem stark gebrauchtem Zustand sind und die Kosten nicht wirklich hoch ausfallen können.

Im Extrem­fall, also wenn du den Roller in einem schweren Verkehrs­un­fall wirklich komplett zerlegst, musst du für einen Ersatz­roller aufkommen. Der Neupreis für einen Hondo Vario (verbrei­tetes Modell auf Bali) beträgt z.B. um die 1000 Euro. Ein neuer Reifen hingegen liegt bei um die 15 Euro. Mir zumindest wären diese Kosten dann aber tatsäch­lich egal, solange es mir gesund­heit­lich gut geht.

Kleinere Kratzer inter­es­siert die meisten Besitzer erfah­rungs­gemäß nicht, was aber natürlich kein Frei­fahrt­schein dafür ist, den Roller komplett demoliert zurück­zu­bringen. Wem das zu heikel ist, der kann einfach eine Versi­che­rung dazu buchen. Die kostet um die 1-2 Euro extra pro Tag, das geht z.B. auf balibikerental.com oder direkt vor Ort in Städten wie Kuta, Seminyak oder Denpasar.


Roller tanken auf Bali: Wo und was soll ich tanken?

Wo tanke ich meinen Roller auf Bali?

Auf Bali gibt es verschie­dene Möglich­keiten, um an Benzin zu gelangen. Ganz normale Tank­stellen sind die wohl güns­tigste Methode, um deinen Roller auf Bali zu tanken. Den Preis zahlst du direkt beim Tankwart, es gibt also kein Häuschen, in dem du erstmal deine Nummer vorplap­pern musst. Nachteil: Tank­stellen gibt es nicht an jeder Ecke.

Aber keine Sorge. Auf ganz Bali und in nahezu jedem 10-Einwohner-Dörfchen triffst du auf kleine Stra­ßen­ki­osks, die ihr Benzin entweder in 1L Plas­tik­fla­schen oder aus einer Art Mini-Zapfsäule anbieten. Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass es auf Bali schwerer ist liegen zu bleiben, als eine geeignete Tank­mög­lich­keit zu finden.

Eine Flasche Benzin ist übrigens am „teuersten“ und kostet in der Regel 10.000 IDR, an komplett entle­genen Orten auch mal 15.000 IDR. Die Einhei­mi­schen füllen dir das Benzin mit einem Trichter in den Roller. Beachte, dass in den kleinen Ortschaften oft kein Englisch verstanden wird. Zeichen­sprache und ein bisschen Krea­ti­vität hilft da aber definitiv weiter.

Was muss ich tanken?

Kurz vorweg: Es ist eigent­lich nicht möglich, das du deinen Roller auf Bali durch die falsche Zufuhr von Sprit schrot­test. Es wird lediglich zwischen 2 verschie­denen Benzin­sorten unter­schieden, wobei eine davon etwas teurer ist und dafür mehr Reich­weite verspricht. Beide Sorten kannst du problemlos tanken. Ich habe einfach immer die güns­tigste Variante genommen und hatte damit nie Probleme.


Roller fahren auf Bali: Was muss ich beachten?

Die Verkehrs­re­geln auf Bali und nützliche Verhal­tens­tipps

Wie du viel­leicht schon weißt, herrscht auf Bali Links­ver­kehr. Neben Ampeln und hier und da mal auf die Vorfahrt achten scheint das aber auch die einzig wirkliche „Verkehrs­regel“ zu sein, denn auf Bali fährt tatsäch­lich jeder wie er will. Da kann es schonmal chaotisch und unüber­sicht­lich werden.

Hier ein paar Tipps, wie du dich richtig in den Verkehr inte­grieren kannst und dich besser zurecht­fin­dest:

  • Mache nicht alles nach, was die Einhei­mi­schen vormachen, halte an roten Ampeln und fahre nicht entgegen Einbahn­straßen
  • Finde ein gutes Mittelmaß zwischen zu langsam und zu schnell fahren, weil du andern­falls von allen Seiten aus angehupt und überholt wirst
  • Apropos überholen: Auf Bali wird rechts genau so wie links überholt. Aufpassen!
  • Mache auf dich aufmerksam, indem du hupst, wenn du dich unsicher fühlst, jemanden überholen möchtest oder du nicht weißt, ob nach einer Kurve ein Fahrzeug entge­gen­kommt
  • Vertraue nicht blind auf dein Vorfahrts­recht
  • Fahre besser nicht bei Müdigkeit und schon garnicht unter Alkohol- oder Drogen­ein­fluss

!! Und ganz wichtig: Steige links vom Roller ab. Ich habe es leider zu spät gemerkt und mir ein blödes Bali Tattoo am Bein zugelegt, als ich mich am Auspuff verbrannt habe..

Trotz der „vielen Risiken“ gibt es nicht schöneres, als Bali mit dem Roller zu erkunden. Besonders beein­dru­ckend: Der Norden der Insel!


Poli­zei­kon­trollen auf Bali

Poli­zei­kon­trollen können auf Bali quasi jederzeit statt­finden. Am besten hast du immer ein bisschen „Schmier­geld“ (etwa 50.000 – 100.000 IDR) dabei, da die Polizei in den meisten Fällen (nicht immer) sehr korrupt arbeitet und natürlich weiß, dass unwis­sende Besucher eine ganz profi­table Einnah­me­quelle sind.

Im Falle einer Kontrolle ziehst du den Schlüssel und steckst ihn ein, danach steigst du vom Roller ab. Das zeigt einer­seits Respekt und ande­rer­seits sinkt die Gefahr, dass die Polizei plötzlich mehr von dir möchte, weil sie den Schlüssel in der Hand halten und gesehen haben, dass du mehr Geld dabei hast.

Am häufigsten werden Touristen ange­halten, die ohne Helm unterwegs sind. Und dabei inter­es­siert es die Polizei relativ wenig, ob deine Antwort dann „und was ist mit den zig Locals, die hier alle ohne Helm fahren?“ lautet. Wichtig ist, dass du a) deinen Inter­na­tio­nalen Führer­schein in Kombi­na­tion mit deinem Natio­nalen Führer­schein mit dir führst und b) weißt, wo sich die Zulas­sungs­pa­piere am Roller befinden.


Balis Stra­ßen­ver­hält­nisse

Während meiner Bali Reise habe ich so ziemlich alles erlebt: Von über­schwemmten Brücken über aben­teu­er­liche Ackerwege bis hin zu richtig tiefen Schlag­lö­chern, die eher an den Mond als an eine „Straße“ erinnert haben. Aber anyway: Auf Bali solltest du möglichst voraus­schauend fahren, das gilt vor allem für enge, kurven­reiche Abschnitte oder Gassen abseits der großen Haupt­ver­bin­dungs­straßen, da sich diese viel eher in einem schlechten Zustand befinden und seltener bis garnicht repariert werden.

Die stark frequen­tierten Haupt­straßen sind hingegen recht gut ausgebaut, da brauchst du dir keine Sorgen machen. Aufpassen solltest du zudem in Kurven, da sich dort Roll­splitt oder Sand ansammeln und den Roller ganz leicht zum Umkippen bringen kann.


Das Wetter auf Bali

Das Wetter kann auf Bali schonmal unbe­re­chenbar sein. Starke Regen­schauer sind besonders in der Regenzeit von Dezember bis März absolut normal und da hilft dann wirklich nur eins: „Dran gewöhnen“ und „Regen­poncho nicht vergessen und griff­be­reit haben“. Wichtig ist auch, dass du auf den nassen Straßen nach dem Regen entspre­chend vorsichtig fährst. Weiter unten erfährst du dann noch mehr über den richtigen Sonnen­schutz auf Bali.

☞ Mein Tipp: Den Regen­poncho einfach immer im Schließ­fach des Rollers verstauen. Wenn möglich einen Helm mit Gesichts­schutz wählen, damit dir das Wasser nicht nonstop in die Augen regnet. Das kann super nervig sein!


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Behalte deine Wert­sa­chen im Auge

Was ich damit meine: Das Schließ­fach deines Rollers ist in Asien schneller aufge­bro­chen, als du gucken kannst und stellt noch lange keinen fahrbaren Safe dar. Immer, wenn du deinen Roller verlässt, solltest du deine Wert­sa­chen einste­cken und nur Dinge zurück­lassen, die du im Zweifel bereit bist zu verlieren.

Vorsichtig solltest du bei Ampeln sein oder wenn sich der Verkehr mal wieder nicht weiter­be­wegt. Entweder nutzt du einen dieb­stahl­si­cheren Rucksack* (meine Empfeh­lung, den ich selbst verwende) oder du trägst die Tasche einfach vor dem Körper, statt auf dem Rücken, auch wenn natürlich nicht jeder direkt beklaut wird, nur weil er mal 1 Minute an der Ampel steht.


Kleidung und Sonnen­schutz

Flip-Flops sind für kurze Fahrten absolut in Ordnung, ein festes Schuhwerk ist aber deutlich besser. Am besten trägst du lange, luft­durch­läs­sige Kleidung, um dich vor möglichen Schürf­wunden im Falle eines Unfalls und der doch recht starken Sonnen­ein­strah­lung zu schützen. Von der bekommst du aufgrund des erfri­schenden Fahrt­winds nämlich nicht viel mit und du solltest sie auf keinen Fall unter­schätzen, ich spreche hier leider aus Erfahrung.

Meist bemerkt man einen Sonnen­brand erst Abends, wenn es schon zu spät ist. Um das zu verhin­dern, solltest du dich unbedingt vor deiner Entde­ckungs­tour eincremen!

Noch viel wichtiger: Trage einen Helm! Und zwar immer. Auch wenn viele behaupten (meist andere Reisende) den Verkehr unter Kontrolle zu haben, kann ein Helm im schlimmsten Fall über das eigene Leben entscheiden. Er kostet in der Regel nichts und lässt dich weder „cool“ noch „blöd“ aussehen. Er macht einfach total Sinn!


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Andere Verkehrs­teil­nehmer und Tiere

Auf den Straßen Balis läuft so einiges herum: Hühner, Hunde und sogar Affen (z.B. in den Serpen­tinen nahe des Sees Danau Buyan) sind auf der Insel der Götter nicht ganz unge­wöhn­lich. Besonders vorsichtig solltest du bei Hunden sein, die mitten auf der Straße schlafen und durch die Hupe deines Rollers geweckt werden.

Auf Bali fährt prin­zi­piell jeder wie er will. Ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel!

Vermeide es, zu lange hinter LKW’s hinter­her­zu­fahren, dessen Ladung schlecht gesichert aussieht.


Noch viel wichtiger ist es, ein Auge auf die anderen Verkehrs­teil­nehmer zu haben. Hier ein paar nützliche Tipps:

  • Nicht zu dicht auf LKW’s auffahren, die eine schlecht gesi­cherte Ladung trans­por­tieren
  • Fahre voraus­schauend und achte auf spielende Kinder und Einhei­mi­sche, die Dinge auf ihrem Kopf tragen und evtl. einen einge­schränkten Blick­winkel haben
  • Umfahre größere Zere­mo­nien, die auf den Straßen gefeiert werden (sofern möglich) bzw. überhole nur, wenn es der Platz zulässt. Im Zweifel einfach im Schritt­tempo hinter­her­fahren
  • Schul­ter­blick nicht vergessen! Auf Bali wird links genau so wie rechts überholt. Egal ob mit Rollern, Autos oder Mini­bussen

Du hast noch offene Fragen oder weitere Tipps zum Roller­fahren auf Bali? Dann hinter­lasse einfach einen Kommentar. Ich würde mich freuen und antworte dir so schnell wie möglich!


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