Man liest es immer öfter: Job kündigen wegen Weltreise. Endlich hat der nervige Büro­alltag ein Ende. Oder? Meine Gedanken dazu!

Gerade in der heutigen Zeit kein Phänomen mehr, auch durch Social Media beein­flusst. Jeder ist Influ­encer. Content Creator. Was weiß ich nicht alles. Und alle kündigen, um endlich reisen und frei sein zu können. Eine Illusion?


Müssen wir jetzt alle einfach alles aufgeben und reisen?

Ich sage Nein! Einen solchen Schritt sollte man sich wirklich gut überlegen. Ich war fest davon überzeugt, dass es der richtige Weg sein wird und erst dann solltest auch du diesen Gedanken in die Tat umsetzen.

Stell dir mal folgende Fragen:

  • Will ich das wirklich machen?
  • Oder viel­leicht nur, um andere zu beein­dru­cken?
  • Was erhoffe ich mir von diesem Schritt?
  • Warum bin ich unglück­lich mit meinem Job? Warum will ich ihn kündigen?
  • Weshalb sollte das Reisen die Lösung sein?

Wie war das bei mir? Als ich im Februar 2017 das erste Mal alleine nach Kapstadt geflogen bin, war ich begeis­tert. Nie zuvor war ich so weit von zu Hause weg. Es hat sich gut angefühlt! Das Reise­fie­ber­ter­mo­meter war am Anschlag.

Das „Problem“, das vermut­lich jeder Reisende kennt: Die Urlaubs­tage. Daher waren danach erstmal nur Kurztrips drin. Nach meinem 3-wöchtigen Aufent­halt in Peru wurde mir dann endgültig bewusst, wie sehr ich mich durch diese Reisen doch weiter­ent­wi­ckelt habe.

Irgend­wann bin ich dann über Austra­lien gestol­pert. Das Aben­teu­er­land für Back­pa­cker schlechthin. Als ich dann tatsäch­lich die Zusage für das Work & Holiday VISA im E-Mail Postfach sah, konnte ich es kaum glauben! Der Rest war dann nur noch Formsache.

Ich fühle mich in meiner aktuellen Situation, 12 Uhr Nachts, auf der Couch in einem Shared House ein bisschen außerhalb von Perth – die passenden Worte findend, pudelwohl (was ein komischer Satz). Besser als auf dem Bürostuhl, obwohl, der war gar nicht mal so übel!


Job kündigen, Auszeit nehmen und danach?!

Ehrlich gesagt: Genieße die Reise und mach dir nicht zu viele Gedanken darüber! Viel­leicht ergibt es sich etwas im Ausland. Viel­leicht hast du auch nach 2 Monaten keine Lust mehr. Oder du lernst einen neuen Partner kennen. Wer weiß das schon? Der ein oder andere bringt dann das Argument Lebens­lauf: Wie erklärt man die Lücke? Meiner Meinung nach ein über­be­wer­tetes Thema.

Wenn ich mich für einen solchen Schritt entscheide, heißt das, dass ich etwas neues auspro­bieren möchte & mich selbst weiter­ent­wi­ckeln will. Jeder halbwegs respekt­volle Chef hat da Verständnis für, garan­tiert – und wenn nicht, ist er der Falsche. Klingt hart, ist aber so!


Weil reisen einfach nur geil ist!

Seien wir mal ehrlich: Wer würde nicht gerne seinen Job gegen eine Weltreise eintau­schen? Auch wenn nicht für immer. Die Erfahrung ist der Ansporn, es doch zu machen. Die kennen­ge­lernten Menschen, Kulturen und all die unver­gess­li­chen Erin­ne­rungen bleiben für immer. Dein Job, der dir jahrelang auf die Nerven ging zwar auch, nur halt eben im negativen Sinne.


Raus aus dem Hams­terrad! Mach mal was Neues!

Manchmal hilft alles nichts. Kommen­tare wie „Warum nicht erstmal Arbeits­er­fah­rung sammeln?!“ oder „das geht bestimmt schief“ und der Klassiker: „Alles viel zu gefähr­lich!“ einfach mal ausblenden.. Erst wenn du es selbst auspro­biert hast, wirst du erfahren, ob und inwiefern es dich weiter­ge­bracht hat. Es ist dein Leben. Rock it!

Was ist deine Meinung zu diesem Thema? Würdest du deinen Job kündigen, um zu reisen? Hinter­lasse einfach einen Kommentar, ich würde mich freuen!


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Job gekündigt Weltreise


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